Stipendienprogramm

Somero unterstützt junge Menschen, die ihren Traum von Bildung mit einem besonderen Maß an Motivation und Mut verfolgen. Für die Stipendien werden die am stärksten benachteiligten Kinder und jungen Erwachsenen ausgewählt. Aufgrund der starken Chancenungleichheit der Geschlechter wurden bisher alle Stipendien an Mädchen und junge Frauen vergeben. Dabei orientiert sich die Somero-Förderung immer auch an den individuellen Bedürfnissen der Stipendiatinnen.

Gefördert werden:

  • junge Menschen in Uganda, die bisher keinen oder nur geringen Zugang zu Bildung hatten und ohne Unterstützung auch in Zukunft keine Bildungsmöglichkeiten hätten;
  • junge Menschen ohne ausreichenden Rückhalt in der Familie oder einer anderen sozialen Gemeinschaft;
  • schwerpunktmäßig Mädchen und junge Frauen, die aufgrund der starken Chancenungleichheit der Geschlechter gegenüber den Jungen häufig noch geringere Bildungschancen haben.

Um eine Stipendiatin in Uganda zu unterstützen, benötigt Somero rund 90 Euro im Monat. Davon finanziert Somero unter anderem:

  • Schule und Unterkunft: 30,- €
  • Essen und Trinken: 15,- €
  • Psychosoziale Betreuung: 17,- €
  • Kleidung, Schulmaterialien, Hygiene: 17,- €
  • Gesundheitliche Versorgung: 10,- €

Die Schulgebühren werden direkt an die Schulen der Stipendiatinnen weitergereicht. Unser Sozialarbeiter, der die Stipendiatinnen hauptamtlich betreut und die Arbeit vor Ort koordiniert, versorgt sie mit grundlegenden Gegenständen des täglichen Bedarfs. Da in Uganda keine gesetzliche Krankenversicherung vorhanden ist, stellen wir eine eigene Versicherung: jeden Monat wird pro Stipendiatin ein Betrag für die gesundheitliche Versorgung zurückgelegt, der im Bedarfsfall zur Verfügung steht.

Um einen jungen Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen, bedarf es einer umfassenden Förderung. Dazu gehören auch eine beruflichen Perspektive und ausführliche Beratung in allen Lebensfragen. Aus diesem Grund steht den geförderten Jugendlichen ein Mentor zur Seite, der sich mindestens alle zwei Wochen mit ihnen trifft und sie bei der Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstverantwortung unterstützt.

Um die Entwicklung der Stipendiatinnen nachzuvollziehen und die Förderung individuell an ihre Ziele und Probleme anzupassen, wird durch unseren Sozialarbeiter dreimal jährlich ein Entwicklungsbericht zu jeder Stipendiatin verfasst. Diese Berichte werden durch die Familien der Stipendiatinnen ergänzt, sofern sie eine Familie haben.

Ziel ist es, die Stipendiatinnen so lange zu unterstützen, bis sie einen Bildungs- und Ausbildungsstand erreicht haben, der ihnen ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben ermöglicht. Daher ist die Förderung der Stipendiatinnen in der Regel langfristig angelegt.

Alle finanziellen Mittel werden effizient, transparent und im Sinne des Vereinszwecks eingesetzt. Die Verwaltungskosten halten wir dabei so gering wie möglich. Als Verein, der seine eigenen Grundsätze ernst nimmt, bezahlen wir unserem Koordinator in Uganda jedoch ein faires Gehalt. Ebenso erhalten die ugandischen Freiwilligen eine angemessene Aufwandsentschädigung. Um möglichst viel Transparenz zu schaffen, werden am Anfang des Jahres alle Einnahmen und Ausgaben detailliert in unserem Jahresbericht  veröffentlicht.