Bildungswesen

Überblick

Mehr als die Hälfte der Menschen in Uganda sind jünger als 15 Jahre. Nur wenige von ihnen haben Chancen auf einen guten Schulabschluss und eine Berufsausbildung, die ihnen einen Lebensunterhalt garantieren würde. Grundsätzlich besteht Schulpflicht für Kinder unter 15 Jahren und jeder Einwohner hat Anspruch auf 7 Jahre Unterricht. Dennoch kann 1/3 der über 15-jährigen nicht lesen und schreiben. Vielen Kindern ist der regelmäßige Schulbesuch unmöglich, weil sie aktiv zum Lebensunterhalt beitragen und auf jüngere Geschwister aufpassen müssen oder weil ihre Angehörigen das Geld für den Schulbesuch nicht aufbringen können.

Grundschul- und Sekundarbildung

Seit 1997 ist die Grundschulbildung für 4 Kinder einer jeden Familie frei. Die Schülerzahlen stiegen um über 2,5 Millionen auf ca. 6,8 Millionen im Jahr 2000. Die Qualität der Grundschulbildung leidet allerdings bis heute. Die Klassenzimmer sind überfüllt, die Lehrer schlecht ausgebildet und die Schulen schlecht gemanagt. Laut UNICEF beenden 2/3 der Grundschüler die Schule frühzeitig und ohne Abschluss.  Die Regierung zahlt einer Schule 9000 Schilling (etwa 5 €) pro Jahr für jedes Schulkind. Das ist zu wenig. Daher ist die Qualität des Schulunterrichts seit der Abschaffung der Grundschulgebühr 1997 weiter gesunken: Viele Schulen unterrichten ohne Bücher und ohne geeignetes Klassenzimmer. In privaten Internaten ist das Schulniveau dagegen meist deutlich höher. Seither konnten nur wenige Jugendliche die Sekundarschule besuchen. Die Kosten können viele Eltern einfach nicht aufbringen.

Berufsbildung

Lange Zeit war das Berufsbildungssystem Ugandas sehr unzureichend. Immer noch gibt zu wenige staatliche Berufsschulen. Zudem ist die Ausstattung und das Management der Bildungseinrichtungen oft mangelhaft, das Lehrpersonal schlecht ausgebildet. Um die Situation zu verbessern, hat die Bundesrepublik Deutschland Berufsbildung zu einem Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit Uganda gemacht.