Weihnachten unter der Palme

In Dänemark wird um den Weihnachtsbaum getanzt, in den USA kommt Santa Claus mit dem Rentierschlitten und in Russland gibt es erst am 31. Dezember Geschenke von Väterchen Frost. Doch wie wird eigentlich Weihnachten in Uganda gefeiert?

In Uganda ist Weihnachten einer der wichtigsten Feiertage, da 84% der Bevölkerung christlich ist. Am Ende der Regenzeit, in einem der wärmsten Monate des Jahres, beginnen die Vorbereitungen für das große Fest: die Häuser und Kirchen werden geschmückt und Tannenbäume – echte und unechte – werden mit Girlanden, Sternen und Lichterketten behangen. Die Feierlichkeiten beginnen schon in der ersten Dezemberwoche: Geschenke werden ausgetauscht, Weihnachtskarten werden verschickt und man gratuliert sich gegenseitig zu einem weiteren Weihnachtsfest – Mukulike Okutuuka Ku Mazaalibwa.

Doch das eigentliche Fest, Sekukkulu, beginnt am Abend des 24. Dezembers. Für den obligatorischen Kirchenbesuch werden die besten Kleider angezogen und in dem bunt geschmückten Gotteshaus werden dann unter andrem verschiedenste Weihnachtslieder gesungen. Am 25. Dezember findet dann das große Festessen statt. Das traditionelle Weihnachtsessen ist Luwombo, eine Art Eintopf, der meist aus in Bananenblättern gedünsteten Hühnerfleisch und Erdnusssauce gemacht wird.

Die Gefahren einer Schwangerschaft in Uganda

Wie viel es kostet, in Uganda ein Kind auf die Welt zu bringen, ist abhängig von Ort und Art der Betreuung. Für traditionelle Geburtshilfe müssen die Frauen oder ihre Familien umgerechnet 11,50 US$ bezahlen, für eine Geburt im Privatkrankenhaus ca. 192 US$.

Daher sind viele Frauen dazu gezwungen, traditionelle Heilerinnen aufzusuchen. Solche Geburten finden meist unter katastrophalen hygienischen Bedingungen statt und können somit lebensgefährlich für Mütter und Neugeborene sein.

Doch auch in öffentlichen Krankenhäusern kommt es zu häufigen Komplikationen und Todesfällen unter der Geburt. Das Krankenhauspersonal ist oftmals hoffnungslos unterbesetzt, schlecht bezahlt, ebenfalls mangelhaft ausgestattet oder nicht ausreichend ausgebildet. Es werden nicht selten Bestechungsgelder oder das Mitbringen ihrer eigenen sterilen Geburts-Set von den Frauen gefordert. Auch diese zusätzlichen Kosten bedeuten, dass Frauen in vielen Fällen keine professionelle Geburtshilfe in Anspruch nehmen können.

Wie in einem Bericht auf der Informationsplattform der United Nations IRIN zu dem Thema zu lesen ist, sind dies einige der Gründe, warum die Mutter- und Kindersterblichkeit in Uganda so besorgniserregend hoch ist. Die häufigsten Todesursachen sind Blutungen, Blutvergiftung, Geburtshindernisse und verpfuschte Abtreibungen. Daten aus dem Jahr 2006 besagen, dass in Uganda jeden Tag 16 Frauen unter der Geburt sterben. 76 Kinder unter 1000 Lebendgeborenen sterben noch im ersten Lebensjahr.

Wie so oft leiden nicht alle Teile der Bevölkerung gleichermaßen unter diesen strukturellen Mängeln. Eine Geburt in einer Privatklinik können sich hauptsächlich Frauen aus ärmeren Bevölkerungsschichten nicht leisten. Auf dem Land haben sie meist gar keine andere Wahl als sich an traditionelle Heilerinnen zu wenden, da Krankenhäuser zu weit entfernt sind. Frauen ohne ausreichende Bildung wissen oftmals noch nicht einmal, dass ihnen verschiedene Möglichkeiten offenstehen würden und werden in sehr kurzen Abständen schwanger, was die gesundheitliche Bedrohung von Mutter und Kind noch verstärkt. Besonders problematisch ist die Situation der Frauen, die mit HIV/AIDS leben. Sie bekommen in den Krankenhäusern nicht die nötige Spezialbehandlung und werden aus Angst des Krankenhauspersonals vor Ansteckung ignoriert oder benachteiligt.

Viele dieser Faktoren: Armut, unzureichender Zugang zu Gesundheitsversorgung und Beratung, niedriger Bildungsstand und Krankheiten wie HIV/AIDS kommen in Slumgebieten der Städte zusammen und bedeuten eine große Gefahr für die schwangeren Frauen und Mädchen dort.

Das Gesundheitsministerium spricht zwar von allgemein rückläufigen Zahlen der Mutter- und Kindersterblichkeit, doch wird dies von NGOs wie dem Centre for Health, Human Rights and Development (CEHURD) und Health Gap bezweifelt. Sie werfen der ugandischen Regierung die Vernachlässigung des Schutzes von Mutter und Kind und somit den Verstoß gegen die eigene Verfassung sowie den ‚Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte‘ und die ‚Kinderrechtskonvention‘ vor. Hierfür wurde eine Petition ins Leben gerufen, die dem Verfassungsgericht vorgelegt werden soll.

Es ist nicht absehbar, wie erfolgreich diese Petition sein wird, doch man kann hoffen, dass sich wenigstens durch die öffentliche Aufmerksamkeit und den dadurch entstehenden Druck die Misslage der Frauen ein wenig verbessern wird.

Ein Foto und seine Geschichte

Nun ist es fast ein Jahr her, dass ich in Uganda war. Nicht zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Namen und Orte beginnen zu verschwimmen und ich muss schon etwas länger nachdenken, um die Reiseroute im Kopf nachzuzeichnen. Und dann stolpere ich eines Abends beim Arbeiten an irgendetwas plötzlich wieder über den Ordner ‚Fotos Ostafrika‘. Ich halte inne, ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Nur eine Minute, denke ich, soviel Zeit muss ein. Und während mein Blick schnell über die Fotos schweift, nur um eine Übersicht zu bekommen und ohne einzelne Details wahrzunehmen, bleibt er mit einem Mal hängen.

„That’s our primary school“ sagt Geofrey hinter mir. Eigentlich sieht das Gebäude der öffentlichen Grundschule aus wie alle anderen in Kawempe, einem Township in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Wellblech, Holz, Beton und bröckelnde, bunte Farbe – alles in allem nichts ungewöhnliches hier. Und doch bleibe ich stehen, denke unwillkürlich an meine eigene Grundschule in Ostwestfalen. Mir fällt unsere Schulklingel wieder ein, die damals durchdringend das Ende des Schultages und damit den Beginn der ersehnten Freizeit einläutete. Wer oder was läutet hier eigentlich den Schulalltag ein und aus? Ich frage Geofrey. Der lacht und erklärt mir, dass der Schultag unregelmäßig beginnt und endet und ob der Unterricht tatsächlich stattfindet ohnehin davon abhängt, ob der Lehrer oder die Lehrerin genug Geld hat, um den Weg zur Schule antreten zu können. Auch die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an den Klassen ist nicht konstant und hängt davon ab, ob sie sich den Weg und die Materialien leisten können oder ob sie für sich selbst oder ihre Familien Geld verdienen müssen. Nur ein knappes Drittel der Jugendlichen wechselt nach der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Unter jungen Frauen beträgt diese Anteil sogar nur ein Fünftel. Nicht zuletzt deswegen beträgt die Alphabetisierungsrate in der Bevölkerung über 15 Jahre nur etwa zwei Drittel.

Über diese einfachen Zahlen hinaus bekommt die Bedeutung von Bildung vor dieser Grundschule in Kawempe ein neues Gewicht und eine neue, viel greifbarere Dimension, für mich. Man spürt hier auf dem Schulhof der Grundschule, genauso wie überall in den Straßen des Stadtviertels, regelrecht die Energie der vielen jungen Menschen, die man überall sieht und trifft. In Gesprächen bekommt man schnell mit, dass sie alle nach Wegen suchen, sich eine eigene und selbstbestimmte Zukunft aufzubauen und die Armut, die Unsicherheit und das Gefühl der Machtlosigkeit hinter sich zu lassen. Ohne groß nachzudenken wird einem schnell klar, dass in einem Land, in dem die Mehrheit der Menschen unter 15 Jahre alt ist, die Zukunft der Gesellschaft davon abhängt, ob es gelingt, diesen Menschen eine Perspektive zu geben. Ein Perspektive, die es ihnen erlaubt, Kawempe oder ähnliche Orte eines Tages für immer zu verlassen und etwas eigenes aufzubauen und weiterzugeben.

Ich schaue Geofrey an. Er scheint das Gleiche zu denken.

“The teeth may smile, but the heart does not forget”

Buchempfehlung: Auf den Spuren des Somero-Projektlands Uganda

In dieser wahren Geschichte begibt sich der Ugander Duncan Laki auf die Suche nach den Mördern seines Vaters. Eliphaz Laki war ein Beamter und Lokalpolitiker im Südwesten Ugandas, der 1972 aufgrund seines Widerstands gegen das Regime von Idi Amin umgebracht wird. Dreißig Jahre später geht sein Sohn auf die Suche nach den Mördern seines Vaters: Ehemals ranghohe Beamte des Regimes werden verhaftet und angeklagt. Laki fordert Gerechtigkeit für seinen Vater und verfolgt damit die Spuren seiner Familiengeschichte.

Dem US-Amerikanischen Autor Andrew Rice gelingt es eine Detektivstory über Uganda zu verfassen, die zeigt wie schwierig es ist, mit der eigenen Geschichte umzugehen, sich zu erinnern, zu vergeben und sich zu versöhnen. Rice erkundet damit die Spuren der Geschichte Ugandas: von der britischen Kolonialzeit, über Idi Amin und den Widerstand gegen dieses grausame Regime, bis hin zum heutigen Uganda und der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.

Rice zeichnet ein lebhaftes Bild der Menschen, die Uganda in den letzten hundert Jahren entscheidend geprägt haben. Er trifft auf Richter, Lokalpolitiker und letztlich auch auf Yoweri Museveni. Ugandas Präsident wächst im selben Landesteil auf wie Lakis Vater und war gemeinsam mit ihm im Widerstand, der 1979 zum Sturz Idi Amins führte. Seit 1986 ist Museveni Ugandas Präsident und wurde im Februar 2011 in einer umstrittenen Abstimmung erneut gewählt.

“The teeth may smile, but the heart does not forget” ist ein großartiges Buch für alle, die mehr über das Somero-Projektland Uganda und dessen Geschichte erfahren wollen. Das Buch ist erhältlich im Buchhandel und natürlich auch über den Amazon-Link auf der Somero-Homepage: www.somero-uganda.de.

„God does not live here, idiot“

Der diesjährige Caine Prize für Afrikanische Literatur geht an NoViolet Bulawayo aus Simbabwe. Auch eine ugandische Autorin war nominiert.

Der Caine Prize, der auch als der afrikanische Booker Prize bezeichnet wird, wird jährlich in Oxford vergeben. Dieses Jahr geht der mit 10.000 Pfund dotierte Preis an die Autorin NoViolet Bulawayo aus Simbabwe, die die Jury mit ihrer Kurzgeschichte Hitting Budapest überzeugte. Die Geschichte lässt tief in den Alltag einer Gruppe simbabwischer Kinder blicken: Sie haben es sich zur Gewohnheit gemacht, Guaven aus den Gärten der Wohlhabenden zu essen, wenn der Hunger sie aus ihrem Dorf in die Stadt treibt. Diese Gärten sind das Paradies, in dem feingliedrige Geschöpfe mit glatter, makelloser Haut und sauberen Füßen in weißen Häusern hinter hohen Zäunen ihrem vermeintlich sorgenfreien Leben nachgehen. Dass der Kontrast zum Alltag der Kinder nicht größer sein könnte, lässt sich zwischen den Zeilen herauslesen: Bastard trägt immer dieselbe schwarze Jogginghose. Stina weiß nicht, wie alt sie ist. Chipo rennt langsamer als die anderen, weil sie von ihrem Großvater schwanger ist. „Die Sprache in Hitting Budapest knistert. Wir treffen hier auf Darling, Bastard, Chipo, Godknows, Stina und Sbho, eine Gang, die an Clockwork Orange erinnert. Aber sie sind Kinder, arm und verwahrlost und hungrig. Es ist eine Geschichte mit moralischem Gewicht, die sich künstlerisch geschickt eines moralisierenden Kommentars enthält. NoViolet Bulawayo ist eine Autorin, die großes Vergnügen an Sprache findet“, so der Vorsitzende der Kommission Hisham Matar.

Ebenfalls nominiert waren zwei südafrikanische Autoren und eine ugandische Autorin, Beatrice Lamwaka. Ihre Kurzgeschichte Butterfly Dreams erzählt vom Zusammenleben einer Familie im Norden Ugandas. Die fünfzehnjährige Lamunu kehrt nach drei Jahren aus dem Rebellenkrieg zurück, der Schmetterlingsträume ihrer Mutter zum Trotz. Lamunu lässt ihr Lachen nicht mehr hören und spricht nicht mehr, aber sie setzt alles daran, die Schule zu beenden. Die Schule scheint in Beatrice Lamwakas Geschichte mit der Hoffnung auf Veränderung und Fortschritt gleichgesetzt, sie ist Lamunus Antwort auf ihr Leiden im Krieg. Mit ihrem Schulbesuch, den sie trotz widriger Umstände durchsetzt, setzt sie gleichzeitig ein leises, aber konsequentes Zeichen des Widerstandes.

Ex Africa semper aliquid novi

Das Motto des Caine Prize, Afrika bringt immer etwas Neues, ist Teil seines Programms. Die Autoren und Autorinnen auf der Shortlist werden zur Preisverleihung nach Oxford eingeladen, treffen sich in einwöchigen kreativen Workshops und bekommen so die Gelegenheit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Dabei profitieren sie vom englischen Literaturbetrieb, der stärker institutionalisiert ist als der ihrer Heimatländer: Die nominierten Geschichten werden online und in Zeitschriften veröffentlicht, die Autoren und Autorinnen geben Interviews und halten Vorträge. So erhalten sie die Chance, ihre Geschichten einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Der Gewinner wird zudem jeweils für einen einmonatigen Gastaufenthalt an die amerikanische Georgetown University als ‚Caine Prize/Georgetown University Writer-in-Residence‘ eingeladen.

Der Preis trägt entscheidend dazu bei, auf Literatur aus dem afrikanischen Raum aufmerksam zu machen, selbst wenn kritisch zu sehen ist, dass der Sprachfilter – es werden ausschließlich englische Texte berücksichtigt – den Blick auf die Vielfalt afrikanischen Schreibens verzerrt. Denn obwohl Englisch in Afrika eine lange Tradition als Literatursprache besitzt, wird natürlich auch Prosa in den Hunderten afrikanischen Sprachen und Dialekten verfasst, die auf dem Kontinent gesprochen werden.

Zum Weiterlesen

Alle Kurzgeschichten auf der Shortlist werden jährlich in einem Sammelband veröffentlicht. Der Titel des diesjährigen Bandes ist ‚To See the Mountain and other stories‘, hrsg. von The Caine Prize for African Writing, New Intentionalist Publ., 2011. Erhältlich im Buchhandel.

Somero gestaltet Hauswände in Kampala

Gemeinsam mit zwei gemeinnützigen Organisationen führte Somero Uganda im April ein ganz besonderes Projekt durch: 12 Hauswände im Stadtteil Wakiso in der ugandischen Hauptstadt wurden mit großflächigen, farbenfrohen Wandgemälden verschönert.

Beteiligt waren sowohl die Stipendiatinnen als  auch junge Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils. Das Thema der überdimensionalen Bilder ist Kinderarbeit und die Bedeutung von Bildung. Ziel der Kunst-Aktion ist es, andere junge Bewohner durch die Malereien für die Bedeutung von Bildung zu sensiblisieren.

Neben diesen Aspekten ging es aber auch darum, den Stadtteil etwas bunter zu machen sowie Kreativität und malerisches Geschick unter den 35 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen zu fördern. Die Teilnehmerinnen haben die Entwürfe der Wandgemälde selbst gestaltet und  anschließend mit Hilfe der Organisatoren umgesetzt. Die International Labour Organization hat das Projekt finanziell gefördert, wofür wir uns auch an dieser Stelle herzlich bedanken möchten. Die Ergebnisse sind jetzt an den Straßenecken von Wakiso zu besichtigen und haben so auch Somero in der Stadt wieder ein Stück bekannter gemacht. Hier eine Auswahl der Bilder:

Um auch andere Organisationen für diese Art von Projekten zu begeistern wurde die Initiative ausführlich auf dem 12to12-Portal dokumentiert.

Warum engagiert sich Somero für die Ausbildung von Mädchen?

In Uganda besteht allgemeine Schulpflicht für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren. Grundschule und erste Sekundarstufe sind kostenfrei. Die Alphabetisierungsrate bei Erwachsenen liegt bei 74,6 %, bei Jugendlichen (15-24 Jahre) bei 87,3 % (UNESCO, Stand 2008). Warum also engagiert sich Somero für die Ausbildung von Mädchen?

Die Regierung in Uganda hat große Anstrengungen in der Entwicklung des Schulsystems unternommen, doch ohne Unterstützung gemeinnütziger Organisationen wie dem Somero e.V. wären die Herausforderungen nicht zu meistern. Es gibt noch immer weite Landesteile mit unzureichender Anzahl an Schulen.Der Weg zur nächsten Schule kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Das Geld für ein Internat fehlt den meisten.

Doch Schulpflicht und kostenfreier Zugang zur Grundschule sagen noch nichts über die Qualität des Unterrichts aus. Von allen Kindern im Einschulungsalter werden 97 % tatsächlich eingeschult; aber auch Jugendliche, die bisher noch nicht die Schule besucht haben, haben nun Anspruch auf Schulbesuch. D.h. die tatsächliche Einschulungsrate liegt bei 120 %. (World Bank, Stand: 2008). Das hört sich gut an, bedeutet aber, dass die öffentlichen Schulen überfüllt sind und der Altersunterschied in den Klassen sehr hoch ist.

Nur 56 % der Schüler beenden die Grundschule und nur 22 % der im entsprechenden Alter befindlichen Schüler gehen anschließend auf die Secondary School (weiterführende Schule), mit deren erfolgreichem Abschluss man sich für eine Berufsausbildung qualifiziert. (World Bank, Stand: 2008).

Die Hintergründe sind vielschichtig, aber zwei Hauptgründe sind noch immer, dass viele Familien kein Geld für die nötigen Schulmaterialien haben und ihre Kinder, besonders ihre Töchter, für die Arbeit auf den Feldern brauchen. In den Städten werden die Töchter oftmals zur Prostitution gezwungen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Wenn überhaupt von Seiten der Familien auf Ausbildung geachtet wird, dann für die jüngeren Kinder. Die jetzigen Jugendlichen werden oft sich selbst überlassen. Doch gerade sie sind die Mehrheit der Bevölkerung, auf die sich die nahe Zukunft des Landes stützt.

Übrigens liegt die Eintrittsquote für die Secondary School II, die zur Hochschulreife führt, bei nur 4 %.