Zweite Somero-Vernissage im Rahmen von 20 Jahre–20 Orte–20 Taten – Ein Rückblick

VernissageBegonnen hatte alles natürlich schon viel früher, genau genommen mit der Bewerbung für die Aktion der Stiftung Nord-Süd-Brücken: 20 Jahre – 20 Orte – 20 Taten. Unter diesem Motto stellt die Stiftung zur Feier ihres 20jährigen Bestehens im Jahr 2014 insgesamt 20 Vereine und deren Projekte vor – und es freut uns sehr, dass unsere Bewerbung erfolgreich war und wir zu diesen 20 Projekten gehören!

So war es uns möglich am 1. März im Weiterbildungszentrum der FU Berlin die zweite Somero Vernissage zu veranstalten und im Vergleich zu der ersten Ausstellung vor zwei Jahren konnten wir diesmal auch noch mehr Bilder präsentieren. Auf der einen Seite Fotografien die im Rahmen eines Fotoworkshops in Uganda entstanden sind und auf der anderen Seite Bilder, welche die Glen-Praktikantin während eben diesen Workshops von den Teilnehmerinnen gemacht hat.

Am frühen Nachmittag startet dann die Ausstellung mit einer Einführung von Herrn Walter Hettig von der Stiftung Nord-Süd-Brücken, der in einem kurzen Vortrag die Arbeit der Stiftung vorstellte und den Rahmen der Veranstaltung aufzeigte. Anschließend präsentierte unser erster Vorsitzender Dr. Daniel Heuermann, die Arbeit und aktuelle Projekte  von Somero.

Im sich anschließenden offenen Erfahrungsaustausch konnte sich dann jeder selber ein Bild von der Lebensweise in Uganda machen und sich die Fotos der Ausstellung bei ein paar Broten und Getränken genauer ansehen. Wie auch das Feedback der Teilnehmer zeigte, ein insgesamt sehr gelungener Abend – ein großer Dank daher an dieser Stelle an die Stiftung Nord-Süd-Brücken, die das ermöglicht hat!

Ein paar Impressionen von der Vernissage: Vernissage-6

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Somero-Fotoausstellung mit Vernissage am 22.4. um 17 Uhr in Berlin

Zum ersten Mal ist der ugandischer Projektkoordinator von Somero, Geofrey Nsubuga, zu Besuch in Deutschland. Dies nehmen wir zum Anlass, um der Berliner Öffentlichkeit unsere Arbeit im Rahmen einer Fotoausstellung vorzustellen. Wir laden Sie herzlich zur Vernissage am 22.04. um 17 Uhr ins Afrika-Haus in Moabit, Bochumer Str. 25, ein. Gezeigt werden die zehn schönsten Fotos, die unsere Stipendiatinnen vor Ort gemacht haben, um ihr ganz eigenes Bild des Lebens in Kampala zu zeigen.

Neben tollen Fotoimpressionen erwarten Sie Musik, Getränke, Finger Food und Infos zu unseren Projekten direkt aus Uganda. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Warum engagiert sich Somero für die Ausbildung von Mädchen?

In Uganda besteht allgemeine Schulpflicht für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren. Grundschule und erste Sekundarstufe sind kostenfrei. Die Alphabetisierungsrate bei Erwachsenen liegt bei 74,6 %, bei Jugendlichen (15-24 Jahre) bei 87,3 % (UNESCO, Stand 2008). Warum also engagiert sich Somero für die Ausbildung von Mädchen?

Die Regierung in Uganda hat große Anstrengungen in der Entwicklung des Schulsystems unternommen, doch ohne Unterstützung gemeinnütziger Organisationen wie dem Somero e.V. wären die Herausforderungen nicht zu meistern. Es gibt noch immer weite Landesteile mit unzureichender Anzahl an Schulen.Der Weg zur nächsten Schule kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Das Geld für ein Internat fehlt den meisten.

Doch Schulpflicht und kostenfreier Zugang zur Grundschule sagen noch nichts über die Qualität des Unterrichts aus. Von allen Kindern im Einschulungsalter werden 97 % tatsächlich eingeschult; aber auch Jugendliche, die bisher noch nicht die Schule besucht haben, haben nun Anspruch auf Schulbesuch. D.h. die tatsächliche Einschulungsrate liegt bei 120 %. (World Bank, Stand: 2008). Das hört sich gut an, bedeutet aber, dass die öffentlichen Schulen überfüllt sind und der Altersunterschied in den Klassen sehr hoch ist.

Nur 56 % der Schüler beenden die Grundschule und nur 22 % der im entsprechenden Alter befindlichen Schüler gehen anschließend auf die Secondary School (weiterführende Schule), mit deren erfolgreichem Abschluss man sich für eine Berufsausbildung qualifiziert. (World Bank, Stand: 2008).

Die Hintergründe sind vielschichtig, aber zwei Hauptgründe sind noch immer, dass viele Familien kein Geld für die nötigen Schulmaterialien haben und ihre Kinder, besonders ihre Töchter, für die Arbeit auf den Feldern brauchen. In den Städten werden die Töchter oftmals zur Prostitution gezwungen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Wenn überhaupt von Seiten der Familien auf Ausbildung geachtet wird, dann für die jüngeren Kinder. Die jetzigen Jugendlichen werden oft sich selbst überlassen. Doch gerade sie sind die Mehrheit der Bevölkerung, auf die sich die nahe Zukunft des Landes stützt.

Übrigens liegt die Eintrittsquote für die Secondary School II, die zur Hochschulreife führt, bei nur 4 %.